Potentiale nutzen, Perspektiven eröffnen: Gute Ausbildung für alle – jetzt!

Mittwoch, 18.Mai 2011 von

Allgemein, Gute Ausbildung

Der Stellenwert der Berufsausbildung

 

In unserer Gesellschaft ist die Möglichkeit zur Ausübung eines Berufes maßgebliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Es geht um die Chance auf eine Aufgabe, auf Anerkennung, auf ein durch eigene Arbeit generiertes Einkommen, auf eine selbstbestimmte Lebens- und Familienplanung und damit auf Unabhängigkeit. Gerade vor dem Hintergrund, dass in einer hoch technologisierten Gesellschaft immer weniger Arbeitsplätze für Unqualifizierte entstehen, weil die Erledigung der Arbeitsprozesse im Berufsleben einen höheren Bildungsgrad voraussetzt, wird diese Chance all denjenigen versagt, denen eine Berufsqualifikation fehlt. Dabei geht es nicht nur um persönlich tragische Einzelschicksale, sondern um ein nicht zu vernachlässigendes Massenphänomen. Wer zulässt, dass 1,5 Mio Jugendliche (Tendenz zunehmend) keine abgeschlossene Ausbildung haben, züchtet vorsätzlich eine Generation Langzeitarbeitsloser heran und grenzt so einen wesentlichen Teil der Gesellschaft aus.

Daher muss gute Ausbildung für alle Priorität auf der politischen Agenda der Jusos erhalten. Die Lebensrealität der Azubis muss sich wieder in unseren Reihen wiederspiegeln.

 

Die Ausgangslage

Berufsorientierung – Was kommt nach der Schule?

 

Derzeit bestehen keine generellen Regeln, nach denen Berufsorientierung an Schulen durchgeführt wird. Die Berufsorientierung wird oft auf Betriebs- und Berufspraktika verkürzt. Je nach Schule dauern diese 2-3 Wochen. Die fehlende Regulierung hat zur Folge, dass es von der Schule und einzelnen Lehrern abhängig ist, ob es geeignete Projekte zur Berufsorientierung gibt oder eben nicht. Viele sinnvolle Projekte scheitern an unzureichenden Ressourcen und der fehlenden Mitwirkung der Akteure. Nach der Sekundarstufe I werden die Jugendlichen der Agentur für Arbeit überantwortet. Die pädagogische Betreuung endet an diesem Punkt. Die Orientierungsarbeit der Bundesagentur beschränkt sich darauf, Jugendliche nach Einzelgesprächen an private Bildungsträger weiterzuleiten. Die privaten Bildungsträger haben hingegen nicht die Absicht bei der Orientierung zu helfen, sondern mit den Jugendlichen zu wirtschaften. Ziel ist hierbei die Jugendlichen schnellstmöglich zu vermitteln.

 

Der Ausbildungsstellenmarkt


Den Ausbildungsstellenmarkt im Sinne eines Marktes kann man am besten ab 1975 betrachten.

Den Zahlen der Bundesagentur lässt sich entnehmen, dass wir uns bereits in der dritten, jedoch größten und folgereichsten Ausbildungsplatzkrise der Nachkriegsgeschichte befinden. Eine deutliche Lücke zwischen Angebot und Nachfrage lässt sich erkennen. Jedoch ist der eigentliche Mangel noch verheerender. Laut BVerfG-Urteil von 1980 setzt ein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen im Sinne der freien Berufswahl gemäß Art. 12 GG voraus, dass es sogar 12,5 % mehr Ausbildungsstellen als Bewerber gibt.

Die historische Entwicklung hat dazu geführt, dass derzeit 1.500.000 Jugendliche zwischen 20 und 29 Jahren keine berufliche Erstausbildung haben. Die Dramatik der Lage wird durch Grauziffern verdeckt. 400.000 Jugendliche, die derzeit sog. Berufsvorbereitungsmaßnahmen durchlaufen, gelten statistisch als versorgt und werden daher nicht als ausbildungsplatzsuchend registriert. Ca. 150.000 Jugendliche Schulabgänger finden jährlich definitiv keinen Ausbildungsplatz. Die vernichtende Lage wird durch Statistiken nur verniedlicht.

 

Generation Praktikum: Von der Schule in die Warteschleife

 

Der Begriff Warteschleife ist sehr weitläufig. Es geht um Maßnahmen, die von der BA ausgeschrieben und von privaten Trägern durchgeführt werden. Eine Qualifikation findet nur scheinbar statt. Ursprünglich als akute Lösung für Benachteiligte Jugendliche gedacht, hat sich in diesem Sektor inzwischen eine ganze Industrie entwickelt. Inzwischen werden „offiziell“ Aufgaben der Berufsorientierung wahrgenommen und externe Abschlüsse vergeben, die keinesfalls dem staatlichen Niveau entsprechen. Als Teilnehmer einer Maßnahme bezieht man Sozialleistungen mit allen Folgen. Die Selbstbestimmtheit wird durch diesen Prozess stark eingeschränkt. Für die meisten Betroffenen bedeutet das, sich in der beruflichen Orientierungsphase gegenüber Behörden zu erklären und Transferleistungen zu beantragen. Meist endet der Weg nicht mit einer einzigen Maßnahme. Der größte Teil der Betroffenen besucht mehrere Maßnahmen hintereinander. Ohne staatliche Subventionen mündet der Maßnahmenweg selten in die Ausbildung ein. Durch die Abschaffung der Berufsschulpflicht im Jahr 2004 ist es noch schwerer geworden während der Warteschleife eine echte Weiterqualifizierung mit pädagogischer Betreuung zu erhalten.

Den untauglichen Maßnahmendschungel lässt sich der Steuerzahler jährlich zwischen 4,3 bis 5,5 Mrd Euro kosten.

 

Die Entwicklung der Ausbildungsgänge

 

Die historische Herkunft des dualen Systems zeigt, dass viele Ausbildungsgänge alt hergebracht sind. Zunehmend entwickeln sich in diesem Bereich Ausbildung und berufliche Realität auseinander. Andere Ausbildungsgänge sind zum Teil aber erst wenige Monate alt. Vor dem Hintergrund von technologischem Fortschritt ist diese Dynamik innerhalb des Systems unabdingbar. Die neuen meist hoch spezialisierten Ausbildungsgänge gefährden jedoch steigend die allgemeine berufliche Handlungsfähigkeit. Ausbildungsmodule als in sich abgeschlossene berufliche Qualifikationen bringen einen erheblichen Kostenvorteil für den Arbeitgeber, untergraben jedoch Bildung als umfassenden Begriff und den Erwerb interdisziplinärer Kompetenzen. Beispielhaft ist das gehäufte Entstehen zweijähriger Ausbildungsformen. Begründet wird diese Entwicklung mit der fehlenden Leistungsfähigkeit der Bewerber. Ein gefährlicher Anreiz, der in diesen Ausbildungsberufen liegt, ist, dass sie den Vollberufen sehr nahe stehen, in der Regel aber günstiger sind.

 

Ausbildungsfähigkeit – Qualifikation zur Qualifikation

 

Fehlende Ausbildungsfähigkeit ist jenseits von Lobbyistenrhetorik ein reelles Problem. Die Erlernung eines Berufes setzt allgemeine Kompetenzen voraus. Wer diese nicht hat, ist nicht ausbildungsreif. Das trifft zumindest auf diejenigen zu, die Schulen ohne Abschluss verlassen. Jedoch bringt das defizitäre Schulsystem auch Schülerinnen und Schüler hervor, denen trotz eines Abschlusses keine Ausbildungsfähigkeit attestiert werden kann. Aus ideologischen Gründen wird nach wie vor an Schulabschlüssen festgehalten, die nicht zur Ausbildung qualifizieren.

 

Der partielle Azubimangel

 

Trotz des generellen Ausbildungsplatzmangels fehlen in einigen wenigen Bereichen die Auszubildenden. Bisher haben sich keine wirksamen Steuerungsinstrumente entwickelt um Ausbildungsplatzsuchende gezielt zu weniger nachgefragten Ausbildungsplätzen zu lenken und diese Ausbildungsberufe attraktiver zu gestalten.

 

Ausbildungsvergütung: Legale Ausbeutung

 

Azubis arbeiten Vollzeit und damit ca. 40 Stunden pro Woche. Die Altersstruktur liegt bei Anfang 20. Viele haben bereits Familie. Ein Nebenverdienst ist unterm Strich nicht mehr möglich. Dennoch reichen Ausbildungsvergütungen nicht zum Leben. Ein großer Teil der Auszubildenden, besonders in den Branchen, die händeringend Auszubildende suchen, müssen ihre Ausbildungsvergütung mit Berufsausbildungsförderung aufstocken. Ausbeutende Arbeitgeber werden so subventioniert. In den überbetrieblichen Ausbildungen ist die Lage noch ernster. Hier sind Ausbildungsvergütungen von 280 € (inkl. Berufsausbildungsbeihilfe) Realität.

 

Ausbildungspartner

Betriebe

 

Die Betriebe sind direkte Nutznießer der Berufsausbildung. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Ausbildung den Normen des Berufsbildungsgesetzes entspricht. In den letzten Jahren haben sich jedoch viele von ihnen dadurch hervor getan Ausbildungsberufe zu spezialisieren und darauf hinzuwirken, dass ein möglichst hoher Teil der Ausbildungskosten durch den Staat gedeckt wird. Die Ausbildungsqualität variiert von Branche zu Branche sehr stark. Im Berufsbildungsreport des DGB wird jährlich eine Liste ausgewiesen, die die Qualität der Ausbildung durch Befragung misst. Interessanter weise landen meist die Branchen mit dem größten Bedarf an Auszubildenden auf den hinteren Rängen der Bewertung. Gleichzeitig herrschen in diesen Branchen ausgewiesener Maßen die niedrigsten Nettoausbildungskosten.

 

Berufsschulen und Bildungszentren

 

Die Berufsschulen haben den schwierigsten Stand im gesamten Bildungswesen. Sie werden vor Ort mit Problemen der Azubis konfrontiert, die zu Hause entstehen. Ein Mangel an Fachlehrern hat häufigen Unterrichtsausfall zur Folge. Eine zunehmende Zentralisierung führt dazu, dass manche Auszubildende mit Anreisewegen von bis zu 200km bis zur nächstgelegenen Berufsschule, die ihren Ausbildungsgang anbietet, konfrontiert sind. Für Auszubildende gibt es keine vergünstigten Leistungen wie Semesterticket oder subventioniertes Mensaessen, wie sie sich in der studentischen Situation wiederfinden. Diese Kosten belasten das Ausbildungs-verhältnis zusätzlich. Eine mit dem AStA vergleichbare Interessensvertretungsstruktur gibt es nicht.

 

Ausbilder

 

Mit der Aussetzung der Ausbildereignungsverordnung bis zum Jahr 2009 hat die Qualität der Ausbildung stark gelitten. Durch diese Maßnahme waren Betriebe in der Lage ohne Ausbilder auszubilden. Dies schaffte zahlreiche Ausbildungsplätze, die ihrem Namen nicht gerecht wurden. Schließlich wurde deswegen die AEVO wieder in Kraft gesetzt. Allerdings fehlt im gesamten Ausbildungssystem eine staatliche Instanz, welche die Einhaltung der Gesetze, Normen und Richtlinien überwacht. Die Ausbildungsberater, die von den Kammern bestellt werden, sind nicht in ausreichender Anzahl vorhanden und kontrollieren nicht in ausreichender Intensität.

 

Verzahnung zwischen Ausbildung und anderen Bildungswegen

 

Nach wie vor gibt es keinen echten Übergang von der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung in die Hochschule. Wer den nächsten Schritt gehen will, wird gezwungen im Regelschulsystem dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat. Bereits vorhandene Qualifikationen werden hier nicht berücksichtigt. Nur wer einen Meister hat, erhält in einigen wenigen Bundesländern automatisch eine fachgebundene Hochschulreife.

 

Maßnahmen für gute Ausbildung

Qualifizierter Schulabschluss für alle

 

Hauptschulabschluss und Hauptschulabschluss Plus müssen abgeschafft werden. Ein Schulabschluss, der keine Anschlussperspektive bietet, hat keine Existenzberechtigung. Durch individuelle Förderung muss es gelingen, jede Schülerin und jeden Schüler in die Lage zu versetzen einen qualifizierten Schulabschluss zu machen und einen Beruf zu erlenen. Das gilt für Hard- wie für Softskills.

Sozialindikatoren sollen in die Mittelzuweisung der Schulen einbezogen werden. Individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler setzt eine individualisierte Personalmittelzuweisung voraus, die an die soziale Lage der Schule angepasst ist. Schulen müssen vor Ort auf die Lebensrealität von Jugendlichen reagieren können.

 

Berufsorientierung als Querschnittsaufgabe

 

Schülerinnen und Schüler sollen frühzeitig Einblick in die berufliche Praxis erhalten. Eine Anschlussperspektive setzt voraus, dass sie die Kompetenz entwickeln eigene Stärken und Schwächen zu erkennen. Es braucht Räume, in denen sich Neigungen und Interessen entfalten können. Das ist Aufgabe der Berufsorientierung.

In Kooperation mit BA, Unternehmen und Sozialpartnern ist die Berufsorientierung in den Regelschulalltag zu integrieren. Berufsorientierung braucht Verankerung im Lehrplan. Politik- und Wirtschaftsunterricht sollte in den Sozialkundeunterricht zurückgeführt und entsprechend modifiziert werden. Praktikumsphasen müssen qualitativ und quantitativ angepasst werden. Eine Lösung im Rahmen des Ganztagsschulmodells ist wünschenswert. Berufsorientierung muss zu einer Querschnittsaufgabe der Regelschulen werden.

 

Rechtsanspruch auf einen Ausbildungsplatz schaffen und durchsetzen – ULF 2.0

 

Wer einen Schulabschluss und die Qualifikation für die Ausbildung besitzt, muss das Recht auf einen Ausbildungsplatz haben. Dieser Rechtsanspruch muss durchgesetzt werden. Dabei ist die Umlagefinanzierung das wirkungsvollste Instrument im Kampf für genügend Ausbildungsplätze. Eine Umlagefinanzierung auf Zertifikatsbasis sorgt für eine effiziente und gleichzeitig gerechte Umverteilung der Mittel von Unternehmen, die nicht ausbilden wollen, zu Unternehmen, die aufgrund fehlender Mittel nicht ausbilden können. Die angepasste Marktlösung zur Umlagefinanzierung über Zertifikate soll für ein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen sorgen.

 

Berufsbilder den Zeiten anpassen

 

Berufsbilder müssen stetig auf Aktualität überprüft werden. Bevor er ausgebildet werden darf, wird jeder neue Ausbildungsberuf zertifiziert. In Zukunft ist hierzu eine Anhörung der Auszubildenden einzuführen. Bei der Prüfung bestehender und neuer Berufe sind im Einzelfall Merkmale, die zu einer geschlechterspezifischen Selektion führen, festzustellen und zu neutralisieren. Ein Berufsbildungsgipfel aus Vertretern der Politik, Auszubildenden, Wirtschaft, Arbeitnehmern und Gesellschaft soll Zielbeschreibungen für Ausbildungsgänge an die Berufsrealität regelmäßig anpassen. Die Ausbildung soll auf einen echten Beruf, nicht auf eine fiktive Welt vorbereiten.

 

Qualität im dualen System – Standards und Kontrolle

 

Ausbildungsgänge brauchen verbindliche Qualitätsstandards, die Allgemeinbildung, fächer-übergreifende Bildung, Kompetenzvermittlung (insbesondere interdisziplinäre Kompetenzen) garantieren. Ausbildungsmodule als abgeschlossene Qualifikation sollen nicht mehr fortexistieren und integriert werden. Das Qualitätsmanagement ist jenseits der Kammern zu institutionalisieren. Die Überwachung der Ausbildungsqualität und die Einhaltung der Standards sind einer Behörde vergleichbar mit dem staatlichen Schulamt zu übertragen. Berufsschulen und Betriebe sollen stärker kooperieren.

 

Ausbildung vor Ort

 

Es muss sichergestellt sein, dass jeder seinen Wunschberuf in zumutbarer Nähe erlenen kann. Module als didaktische Unterrichtseinheit bieten hier eine Chance. Durch Kooperation von Berufsbildungszentren und Berufsschulen könnten sich zwischen unterschiedlichen Berufen überschneidende Einheiten gemeinsam organisiert werden. Durch pädagogische Weiterbildung von Meistern und nachfolgenden Einsatz als Lehrkraft könnte vor Ort leicht auf das Know-how der Praxis zugegriffen werden. Erst Recht gilt dies für Quereinsteiger aus den derzeit bestehenden privaten Bildungsträgern.

 

Fairer Lohn für gute Arbeit

 

Wer Vollzeit beruflich tätig ist, muss auch fair entlohnt werden. Deswegen ist eine Mindestaus-zubildendenvergütung von mind. 5 € / h einzuführen.

 

Nahtlosen Übergang von der Ausbildung in die Hochschule schaffen

 

Die Übergänge von der Ausbildung in die Hochschule müssen vereinfacht werden. Es ist nicht einleuchtend, dass ein ausgebildeter Geselle ohne Abitur gezwungen wird bereits erworbene Kompetenzen im Wege der gymnasialen Oberstufe ein zweites Mal zu erwerben. Die gemäß dem SPD-Konzept „Haus der Bildung“ modularisierte Oberstufe bietet hier die Chance für eine Flexibilisierung. Gesellen könnten dann bestimmte Module erlassen werden, sofern nachweisbar ist, dass die entsprechenden Kompetenzen im Ausbildungsgang vermittelt wurden. So sind ein flexibler Einstieg in die Oberstufe und ein verzahnter Zugang zur Hochschule möglich. Dies soll zur Weiterqualifikation ermutigen ohne ein Konkurrenzmodell zum „klassischen Weg“ an die Hochschule zu etablieren.

 

Ressourcen effizienter nutzen

 

Wer Ursachen behebt, muss keine Symptome bekämpfen. Die Mittel aus dem Warteschleifensystem sind schrittweise in vorbereitende Qualifikation, Berufsorientierung im Regelschulsystem, Schaffung vollschulischer und öffentlicher dualer Ausbildungsstellen zu überführen. Nach- und Weiterqualifizierung muss wieder zur in Berufsschulen pädagogisch betreuten partiellen Lösung für Einzelfälle zurückgeführt werden. Dies muss Teil eines Konzepts für lebenslanges Lernen sein. Vor allem eine modularisierte Ausbildung, bei der Teilnehmer nach Absolvierung aller Einheiten eine externe Prüfung ablegen können, kann Berufstätigen einen Erst- oder Folgeabschluss ermöglichen.

Für gesellschaftlich relevante Berufe, die nicht ausgebildet werden, weil Schulabgänger die Ausbildungsgänge nicht nachfragen, sind Anreize zu schaffen. Es ist ein Index zu erstellen, der die Differenz zwischen benötigten Fachkräften und Azubis aufzeigt. Bei besonders schwerwiegenden Defiziten sind in den entsprechenden Ausbildungsgängen die Vergütungen staatlich aufzustocken.

 

Jugendliche haben ein Recht auf eine Lebensperspektive. Die Sozialdemokratie steht in der Verantwortung sie zu ermöglichen. Gute Ausbildung für alle – jetzt!

 

Das Thesenpapier ist auch in der Rubrik “Thesen und Konzepte” verfügar. Zum Direktdownload geht es hier: Thesenpapier “Gute Ausbildung für alle – jetzt!” (Download als PDF)