Jusos weisen Kritik des CDU-Nachwuchses an Rot-Grün zurück: „JU kämpft für Wappen und Brunnen, wir für soziale Gerechtigkeit“

Dienstag, 31.Mai 2011 von

Allgemein, Gegen Rechts

In einer Pressemittelung hatte der CDU-Nachwuchs in der Stadt Gießen der rot-grünen Stadtregierung die Ernsthaftigkeit zum Regieren abgesprochen, da „die Ansiedlung von Krokodilen, Nilpferden und Wasserbüffeln“ in Gießen laut Koalitionsvertrag geprüft werden solle. Über die Ironie-Resistenz der Jungen Union können die Jusos nur schmunzeln. „Dass die Junge Union diesen Absatz des rot-grünen Koalitionsvertrages zum Kernpunkt ihrer Kritik macht spricht Bände über den desolaten Zustand der CDU in Gießen. Zugleich legt die Erklärung des CDU-Nachwuchses den dringenden Verdacht nahe, dass die JU zum Lachen gerne in den Keller geht“, amüsieren sich Martin Hagel und Jennifer Becke, Sprecher der Jusos Gießen.

Es sei sinnbildlich für den desolaten Zustand der Gießener CDU, so die SPD- Jugendorganisation, dass sich ihr Nachwuchs vornehmlich mit Wappen und Brunnen als zentrale Fragen Gießener Stadtpolitik beschäftige. Auch bei der JU sei man offensichtlich dem Baurausch verfallen, stellen die beiden Juso-Sprecher fest. Den Vorschlag, in Seepferdchen zu investieren, könne man aber im Rahmen der Landesgartenschau gerne prüfen.

Absolut unverständlich sei es für die Jusos, wie die Junge Union einerseits Sportangebote für Kinder fordere, ihre Mutterpartei CDU auf der anderen Seite Traditionsvereine wie Blau-Weiß Gießen aus der Innenstadt an den Stadtrand umsiedelt.

Zum Thema Schulden ergänzt Eric Baumann, finanzpolitischer Sprecher der Jusos: „Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Die CDU hat den Schuldenstand in den vergangenen 10 Jahren in schwindelerregende Höhen getrieben. Diejenigen, die Prunkprojekte wie das neue Rathaus und die Verschandelung des Marktplatzes zu verantworten haben und die für den schnell wieder abgebrochenen Verkehrsversuch in der Robert-Sommer-Straße ca. 46.000 € rausgeworfen haben, sollten sich beim Thema Finanzen besser zurückhalten.“ Aus Juso-Sicht sind das nur drei Beispiele dafür, warum die Gießener CDU für ihre Verschuldungspolitik von den Menschen in Gießen abgewählt wurde.

„Die rot-grüne Koalition in Gießen macht in ihrem Koalitionsvertrag dagegen deutlich, dass sie in ihrem künftigen Regierungshandeln die Menschen in den Mittelpunkt stellt und sich für Soziale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Wirtschaftspolitik in Gießen einsetzt. Von der Jungen Union hätten wir als Gegenentwurf zum sozialen und ökologischen Gießen schon ein bisschen mehr erwartet als Forderungen nach Wappen und Brunnen“ schließen Becke und Hagel.

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