“Gib schlechter Bildung einen Korb!”- Jusos Gießen kämpfen für bessere Bildung und die Zukunft der Schüler/innen

Mittwoch, 2.September 2009 von Jennifer Becke

Bildungsgerechtigkeit

Im Rahmen der Landesaktionswoche Bildung der hessischen SPD beteiligten sich die Jusos Gießen vergangene Woche an mehreren Tagen im Seltersweg mit der plakativen Aktion „Gib schlechter Bildung einen Korb!“.

„Die vergangenen 10 Jahre CDbildungkorb3U-Regierung in Hessen haben das hessische Bildungssystem marode und selektiv gemacht“, schimpft Juso-Sprecherin Jennifer Becke. Obwohl das eine bekannte Tatsache sei, die von den Betroffenen des Bildungssystems aufs schärfste kritisiert werde, zeigten sich die CDU und FDP kein bisschen einsichtig. Stattdessen setze die liberal-konservative Koalition in Hessen weiterhin auf das undurchlässige und ausgrenzende mehrgliedrige Schulsystem. „Solange sich nichts am System ändert, hängt Bildung in Deutschland und damit die Zukunft der Kinder weiterhin vom Stadtviertel und dem Geldbeutel der Eltern ab“ erklärt Becke aufgebracht.

„Bereits im Alter von 10 Jahren werden die Schüler/innen nach der 4.Klasse ‚aussortiert’ und auf ihren weiteren Lebensweg festgelegt. Denn später ist es kaum noch möglich von der Haupt- bzw. Realschule auf das Gymnasium zu bildungkorb1wechseln und das Abitur zu machen“ erläutert Georg Zimmermann, Sprecher der Jusos Gießen. Doch diese absolute Ungerechtigkeit sei noch nicht alles womit die Schüler/innen umgehen müssten. Auch Maßnahmen wie die Schulzeitverkürzung ‚G8’, fehlende Lehrmittel und zu große Klassen schadeten dem weiteren Lebensweg der Kinder und seien deshalb nicht hinnehmbar, so Zimmermann.

„Mit der gelungenen Aktion „Gib schlechter Bildung einen Korb“  wollten wir es Schüler/innen, Studierenden und Eltern ermöglichen ‚Bildungsverbrechen’ wie G8, Studiengebühren, Selektion etc. einen symbolischen Korb zu gbildungkorb2eben. Uns ist es wichtig den Betroffenen von schlechter Bildung zuzuhören und zu zeigen, dass wir mit ihnen gemeinsam für bessere Bildung kämpfen. Denn Bildung bedeutet Aufstieg und diese Möglichkeit sollte allen offenstehen, unabhängig vom finanziellen Background. Erst dann kommen wir unserem Ziel sozialer Gerechtigkeit ein Stückchen näher“ schließen Becke und Zimmermann.

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